Veranstaltungsdetails

Fahrradkino: Fahrradfilm-Klassiker: Fahrraddiebe

Am bis

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Fahrradfilm Klassiker: Fahrraddiebe

Einlass 19:00 / Filmbeginn 20:00 Uhr

Fahrraddiebe Vittorio de Sica 1948 87 Min. Dt. Fassung FSK 12 Jahre

Im Italien der Nachkriegszeit versucht ein verarmter Familienvater sein gestohlenes Fahrrad wiederzufinden, von dem seine gerade erhaltene Arbeitsstelle abhängt.

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Alle Vorstellungen sind kostenfrei. Eine vorherige Reservierung ist notwendig!

Es gibt coronabedingt weniger Karten als üblich. Bitte reserviert unter der folgenden E-Mail Adresse unter Angabe eures vollen Namens, Adresse und Telefonnummer. Bei Begleitungen gebt bitte auch deren Daten komplett an. Diese Daten werden nur für die Reservierung genutzt und 4 Wochen nach der Veranstaltung gelöscht.

Gebt dabei bitte an für welchen Tag/welche Vorstellung ihr reservieren möchtet.

Reservierungen unter: reservierungen@flexiblesflimmern.de

Alle Infos zum Fahrradkino findet ihr hier.

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In dokumentarisch anmutenden Aufnahmen zeigt die Kamera die proletarischen Viertel der italienischen Hauptstadt, karge Wohnungen, Menschen in abgetragener Kleidung, die Gesichter sorgenvoll. Am Stadtrand, wo de Sicas Hauptfigur Antonio Ricci mit seiner Familie lebt, gibt es keine Straßen. Eher sind es bucklige Wege aus festgetretener Erde. Als Antonio zum ersten Mal zu sehen ist, erhebt er sich aus dem Staub, klopft sich die Jacke ab und läuft erwartungsvoll zu dem Mann, der ihm gerade eine Arbeitsstelle als Plakatkleber angeboten hat. Die Bedingung: der Besitz eines Fahrrads.

„Fahrraddiebe“ entstand nach dem Zweiten Weltkrieg, nach dem Zusammenbruch des italienischen Faschismus. Die Zensur und das staatliche Produktionsmonopol waren zerschlagen. Die Filmstudios von Cinecittà waren zerbombt, was davon übrig war, diente als Flüchtlingsunterkunft. Wer drehen wollte, musste auf die Straße. Und so folgt die Kamera Antonio auf seinen Wegen durch Rom. Beim Plakatekleben wird ihm das mühsam beschaffte Fahrrad gestohlen. Als er abends verstört nach Hause kommt, begreift sein kleiner Sohn sofort den Ernst der Lage.

„Dov’è la bicicleta?“ Wo ist das Fahrrad?

Das tägliche Leben ist in „Fahrraddiebe“ zum Beispiel ein überfüllter Straßenmarkt für gebrauchte Fahrräder. Die Kamera folgt den Bewegungen der Schauspieler, nicht umgekehrt. In manchen Momenten muss sie die Figuren regelrecht einfangen.

Was „Fahrraddiebe“ innerhalb der neorealistischen Strömung so besonders macht, ist
de Sicas warmherzige Anteilnahme am Schicksal seines Helden.

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Das Fahrradkino findet komplett Open-Air auf freiem Gelände statt. Es bietet keinen Schutz vor Witterung jeglicher Art. Alle Besucher*innen sollten den jeweiligen Wetterbedingungen entsprechend gekleidet sein, dies umfasst auch einen ausreichenden Sonnenschutz.

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Gefördert im Rahmen des Kultursommers Hamburg.

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