Veranstaltungsdetails

Fahrradkino Familienprogramm: Das große Rennen von Belleville

Am bis

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Familienprogramm: Das große Rennen von Belleville

Einlass 13:00 / Filmbeginn 14:00 Uhr

Sylvain Chomet, 2003 78 Min. Dt. Fassung FSK 6 Jahre

Ein Zeichentrickfilm der fast ohne Worte auskommt und die Leidenschaft des radverrückten Protagonisten „Champion“ beim Training für die große Tour de France zeigt.

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Alle Vorstellungen sind kostenfrei. Eine vorherige Reservierung ist notwendig!

Es gibt coronabedingt weniger Karten als üblich. Bitte reserviert unter der folgenden E-Mail Adresse unter Angabe eures vollen Namens, Adresse und Telefonnummer. Bei Begleitungen gebt bitte auch deren Daten komplett an. Diese Daten werden nur für die Reservierung genutzt und 4 Wochen nach der Veranstaltung gelöscht.

Gebt dabei bitte an für welchen Tag/welche Vorstellung ihr reservieren möchtet.

Reservierungen unter: reservierungen@flexiblesflimmern.de

Alle Infos rund um das Fahrradkino findet ihr hier.

Vorstellung 24.7. bei Facebook.

Vorstellung 25.7. bei Facebook.

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Als der kleine Champion von seiner Großmutter Souza ein Fahrrad geschenkt bekommt, ist der Junge Feuer und Flamme, beginnt sofort die Welt mit seinem Drahtesel zu erkunden. Daran hat sich bis heute nichts geändert: Nun zu einem erwachsenen Mann herangereift, trainiert er wie ein Besessener für die Tour de France, seinen großen Traum. Der endet jedoch, als er mitten im Rennen von einigen zwielichtigen Männern entführt wird. Souza, die sich das Verschwinden ihres Enkels nicht erklären kann, nimmt zusammen mit ihrem Hund Bruno die Verfolgung auf, welche sie in die ferne Metropole Belleville führt.

Die Oscar-Verleihungen stehen nicht unbedingt in dem Ruf, große Überraschungen für ihre Zuschauer bereitzuhalten. Und das gilt auch für die Animationssparte, seit jeher eine Kategorie, der nur wenig Beachtung zuteilwird und die jedes Jahr von denselben Studios dominiert wird. Insofern ist es immerhin ein Achtungserfolg, mit seinem Werk nominiert zu werden, umso mehr wenn man nicht allein die Familie zur Zielgruppe erklärt hat.
Chomet nutzt fast keine Sprache, um seine Geschichte zu erzählen. Wenn nicht gerade eine Fernseh- oder Radiosendung das Geschehen kommentiert, gibt es keine echte Sprache, die Charaktere kommunizieren durch unverständliches Gebrabbel, Grunzlaute, oft auch durch Gestik und Mimik. Letztere ist hier dann auch sehr ausgeprägt, wie in einem Stummfilm wird alles übertrieben dargestellt. Schon die Designs der Figuren entsprechen weder dem gängigen Zeichentrickschönheitsideal, noch irgendwelchen realen Anatomien. Überhaupt gehören die kuriosen Figuren zu den Höhepunkten des Films

Neben der ungewöhnlichen, sehr gelblastigen Optik und vereinzelten Anspielungen (auch auf klassische Zeichentrickfilme) beruht der Humor von Das große Rennen von Belleville in erster Linie auf absurdem Slapstick, ganz ähnlich zu den Auftritten von Jacques Tati. Animationsfreunde sollten den mit schmissigen Jazzstücken unterlegten französischen Sonderling ohnehin mindestens einmal gesehen haben, da er trotz gelegentlicher Computerelemente zeigt, welche subversive Kraft noch immer dem heute als altmodisch verkannten Zeichentrick innewohnt, wenn die richtige Person dahintersteckt. 

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Das Fahrradkino findet komplett Open-Air auf freiem Gelände statt. Es bietet keinen Schutz vor Witterung jeglicher Art. Alle Besucher*innen sollten den jeweiligen Wetterbedingungen entsprechend gekleidet sein, dies umfasst auch einen ausreichenden Sonnenschutz.

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Gefördert im Rahmen des Kultursommers Hamburg.

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