WASSERKUNST ELBINSEL KALTEHOFE

Fast 100 Jahre lang versorgte die Langsamsandfiltrationsanlage auf Kaltehofe die Hansestadt mit sauberem Trinkwasser. Nur wenige Fahrrad- oder Autominuten von der Hamburger Innenstadt entfernt vereint die Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe heute Industriedenkmal, Naturpark, Tagungszentrum und Naturerlebnispfad.

 

Industriedenkmal

Als 1892 in Hamburg die Cholera ausbrach, zweifelte niemand mehr an der Notwendigkeit einer Trinkwasseraufbereitung. 1893 ging die Wasserfiltrationsanlage auf Kaltehofe in Betrieb. Von den ehemals 22 etwa fußballfeldgroßen Langsamsandfiltern sind heute noch 20 zu sehen und prägen maßgeblich das Gesicht von Kaltehofe. Ebenso charakteristisch sind die sogenannten Schieberhäuschen, entworfen vom Speicherstadtarchitekten Franz Andreas Meyer. Von hier aus regelten die Arbeiter den Zu- bzw. Ablauf der Filterbecken. Zur heute europaweit einzigartigen Anlage gehört auch die historische Villa, in der sich die Außenstelle des Hygienischen Instituts befand. Spannende Führungen mit erfahrenen Guides führen durch die Geschichte der Wasserversorgung Hamburgs und der Anlage auf Kaltehofe.

 

 

Naturpark und Naturerlebnispfad

Kaltehofe ist eine Elbinsel, die künstlich durch die Begradigung der Norderelbe und Schaffung der Billwerder Bucht zwischen 1875 und 1879 mit dem Elbdurchstich entstand. Die Elbinsel wird eingerahmt von der Norderelbe im Süden, der Billwerder Bucht im Norden und dem Holzhafen im Osten. 1990 wurde das Wasserwerk Kaltehofe still gelegt. Rund 20 Jahre blieb die Elbinsel für die Öffentlichkeit unzugänglich.


Heute ist ein großer Teil der Elbinsel Naturschutzgebiet und nicht zu begehen. Hier wird die Natur vollständig sich selbst überlassen. Der begehbare Naturpark auf Kaltehofe ist dennoch weitflächig und vielseitig. Neben den großzügigen Grünflächen befinden sich die ehemaligen Wasserfilterbecken. Durch den Park leitet der Naturerlebnispfad, der vor allem über die facettenreiche Tier- und Pflanzenwelt berichtet und mit Barfußpfad und Vogelbeobachtunsgplattform dazu einlädt, aktiv die Umgebung wahrzunehmen. Zwischen mehr als 280 Pflanzen- brüten 44 Vogel- und leben ein Drittel der in Deutschland heimischen Fledermausarten. Zahlreiche Zugvögel nutzen Kaltehofe als Rastplatz.

Naturpark und Naturerlebnispfad können ganzjährig kostenfrei alleine oder im Rahmen der Natur- und Umweltbildungsprogramme der Stiftung entdeckt werden.

 

 

Museum Wasserkunst Hamburg

Tagungszentrum und Veranstaltungsort
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© HAMBURG WASSER

Mahnmal
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